1900

 

 

Zossen beteiligt sich an der Gewerbeausstellung 1896 in Berlin mit einem Aussteller, der „Adler Deutsche Portland- und Zementfabrik“.

Quelle: Cremer, Christoph Josef (Hrsg.): Das gewerbliche Leben im Kreis Teltow, Berlin 1900

 

 

Die Firma Franz Oertel Kalkbrennerei und Cementfalzstein-Fabrik in der Wasserstraße 2 ist seit 1880 im Besitz von Franz Oertel. Zunächst erfolgte in zwei Öfen die Kalkbrennerei. Später kam noch die Zementfalzstein-Fabrikation (Dachsteine) nach dem Patent des Direktors der Deutschen Portland-Cementfabrik Müller hinzu. Die Jahresproduktion an Kalk betrug um 1900 40000 bis 80000 Ztr. Für einen Tagelohn von 2 Mark 50 und zusätzlichen Naturalien arbeiten hier 15 Arbeiter.

Quelle: Cremer, Christoph Josef (Hrsg.): Das gewerbliche Leben im Kreis Teltow, Berlin 1900, S. 259f.

 

 

Berichte über die Berliner Industrie

In dem kürzlich erschienenen zweiten Teile des Berichts der Ältesten der Berliner Kaufmannschft über Handel und Industrie in Berlin werden in einigen Specialberichten in betreff der Arbeiterverhältnisse Angaben gemacht, die nicht den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen.
Seite 88 heißt es über die Cementfabrikation: „Die Preise für Cement waren im Jahre 1899 um ein Geringes höher, als im Vorjahre. Die Erhöhungen wurden aber fast gänzlich absorbiert durch sehr hohe Kohlepreise und eine außerordentliche Steigerung der Arbeitslöhne, welches besonders in Rüdersdorf erheblich fühlbar wurde, weil dort sich eine neue Cementfabrik im Bau befindet, welche der alten viele Arbeitskräfte entzog. Es wurden im Durchschnitt in Rüdersdorf und Zossen von dem erwachsenen Vollarbeiter bei Zehnstündiger Arbeitszeit 2,80 M. im Tagelohn verdient, während bei Accordarbeit über 3,25 M. Arbeitsverdienst erziehlt wurden.“
Daß seit dem Vorjahr in der Rüdersdorfer Cementfabrikation eine „außergewöhnliche Steigerung“ der Löhne gar nicht stattgefunden hat, ergiebt sich aus dem eignen Bericht der Ältesten über das Jahr 1898, in dem auf Seite 115 vermerkt ist, daß die Arbeitslöhne der Rüdersdorfer Portland-Cementfabriken für Tagelöhner bei zehnstündiger Arbeitszeit 2,75 M. und der Verdienst der Vollarbeiter 3 M. betrage. Aber die Fabriken erzielten 1899 noch weit größere Reingewinne als 1898. Für die wesentlich in Betracht kommende Aktiengesellschaft „Adler betrug dieselbe:
1896 254779,43 M
1897 399891,60 M
1898 495760,46 M
1899 850930,08

und die gezahlte Dividente betrug:

1895 4 ½ Prozent
1896 8 ½ Prozent
1897 10 Prozent
1898 14 Prozent
1899 25 Prozent

Die Preiserhöhung ist also nicht „fast“ gänzlich durch die Arbeitslöhne absorbiert worden.“

Quelle: Vorwärts, 06.07.1900, S. 9

  

31. Dezember

1900 hatte die Zahlstelle Zossen des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands 114 Mitglieder.

Quelle: Der Grundstein, 06.04.1901, S. 15

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